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Was Regalen zusetzt
Regale sind für sorgfältige Benutzung ausgelegt. Paletten, die stoßartig abgesetzt werden oder an die Stützen stoßen, bringen Kräfte ins Regal, für die es nicht bemessen ist. Das Anfahren durch Flurförderzeuge ist in der Bemessung gar nicht berücksichtigt. Die meisten Beschädigungen liegen deshalb im unteren Bereich.
Dazu kommt Überlast: Eine Traverse, die sich stärker durchbiegt als zulässig, war überladen oder ist es noch. Gibt der Boden unter einer Stütze nach, steht das Regal schief. Auch ungleich verteilte Last auf der Palette beansprucht Träger und Stützen mehr.
Im automatischen Hochregallager kommen Störungen hinzu: Verrutschte Ladung oder Teile beschädigter Paletten können sich mit dem Regal verhaken, bis Last ins Regal stürzt.
Belege: 1, 2, 4
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Wer zuständig ist
Regale sind Arbeitsmittel nach der Betriebssicherheitsverordnung. Der Betreiber legt in der Gefährdungsbeurteilung fest, wie, wie oft und von wem sie geprüft werden. Sind sie Schäden verursachenden Einflüssen ausgesetzt, etwa weil Flurförderzeuge sie be- und entladen, lässt er sie wiederkehrend von einer zur Prüfung befähigten Person prüfen und das Ergebnis aufzeichnen.
Wie die Prüfung abläuft, beschreibt die Norm DIN EN 15635 für ortsfeste Regalsysteme aus Stahl, erläutert in der DGUV Information 208-043 „Sicherheit von Regalen“, die auch die Berufsgenossenschaft BG Verkehr anbietet: mindestens einmal im Jahr eine Experteninspektion, dazwischen kürzere Sichtkontrollen. Schäden werden in drei Gefahrenstufen eingeteilt, von „überwachen“ bis „umgehend entlasten und sperren“.
Der Inspektionsbericht ersetzt diese Prüfung nicht. Er liefert der befähigten Person Bild, Lage (wo in der Gasse das Foto aufgenommen wurde) und Geometrie. Welche Schriften der Unfallversicherung für welche Anlage gelten, ordnet die Seite Regelwerk Inspektion ein.
Belege: 1, 2, 3, 5
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Wie das Regal klassisch geprüft wird – und was die Drohne beiträgt
Regale werden in der Regel vom Boden aus inspiziert. Gibt es Grund zur Annahme, dass auch weiter oben Schäden sind, muss genauer inspiziert werden. Durchbiegung und Schiefstellung misst die befähigte Person mit der Wasserwaage am Bauteil.
Für die oberen Ebenen braucht es eine Arbeitsbühne. Die Bereiche unter und neben der Bühne werden abgesperrt, die Gasse wird für diese Zeit im Lagerverwaltungssystem gesperrt. Wer im automatischen Lager in die Höhe muss, etwa zur Störungsbeseitigung, fährt mit dem Regalbediengerät hinauf oder steigt ins Regal, gesichert gegen Absturz und mit abgeschalteten Geräten auch in den Nachbargassen. Ob Arbeitsbühne oder Fahrt auf dem Regalbediengerät nötig sind und wie dort gegen Absturz gesichert wird, legt die Gefährdungsbeurteilung fest; nach der DGUV Information 209-015 haben technische Schutzmaßnahmen wie ein Geländer an der Bühne Vorrang vor dem Auffanggurt. Wie die Drohne den Weg nach oben in der Gasse erspart, steht unter Befahren und Absturz vermeiden.
Die Drohne bringt den Blick in die Höhe, ohne Arbeitsbühne und ohne dass jemand ins Regal steigt. Sie nimmt Stützen, Traversen und Fächer bis in die oberste Ebene auf, jedes Foto mit seiner Aufnahmeposition, und die Punktwolke hält die ganze Gasse fest. Die Aufnahme dauert Stunden statt Tage oder Wochen, am Tether ist die Flugzeit dabei kein Engpass mehr.
Belege: 2, 4, 6, 7, 9
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Wie instand gesetzt wird – und wo die Drohne endet
Mängel, durch die Beschäftigte gefährdet werden können, sind unverzüglich und sachgerecht zu beheben. Bis dahin wird das Regal der Benutzung entzogen. Die Gefahrenstufe bestimmt die Frist: Bei der mittleren wird baldmöglichst gehandelt, und ein entlastetes Regal wird vor der Instandsetzung nicht wieder belastet. Bei der höchsten wird umgehend entlastet und gesperrt, bis die Reparatur durchgeführt ist.
Die befähigte Person sieht in den Aufnahmen vorab, wo sie genauer prüfen sollte, und findet die Stelle in der Gasse wieder. Arbeitsbühne und Sperrung braucht es dann gezielt dort, wo die Aufnahmen die Stelle zeigen. Auch die Fachfirma, die beschädigte Stützen oder Traversen instand setzt, sieht vorab, welche Regalfelder betroffen sind, und plant die Arbeiten in der Gasse danach. Wie Fachfirmen die Aufnahmen nutzen, zeigt die Seite für Industriedienstleister.
Die Einstufung in Gefahrenstufen beruht auf Millimetermessungen am Bauteil. Die macht die Drohne nicht. Messen, Bewerten und Freigeben bleiben bei der befähigten Person und beim Betreiber.
Belege: 1, 2