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Industrielle Drohneninspektion Kostenlose ErstberatungErstberatung
Pilot in Warnkleidung mit Fernsteuerung und Tablet in einem großen Kesselhaus, Blick von hinten auf Kesselwand und Stahlbau

Grundlagen und Vergleich

Drohnen­inspektion: Ablauf und Vergleich

Gerüst, Kran oder Einstieg – oder die Drohne? Sie fliegt dorthin, wo sonst ein Gerüst stünde oder ein Mensch einsteigen müsste. Hier stehen Ablauf, Vergleich mit dem klassischen Weg und die Grenzen.

Die Drohne

Womit eine Drohnen­inspektion arbeitet: die Elios 3

Wir inspizieren innen mit der Elios 3: einer Drohne im Schutzkäfig mit eigenem Licht, die sich ohne GPS per LiDAR orientiert. Sie fliegt durch ein Mannloch, unter Hallendächer und durch Kanäle, der Pilot bleibt außerhalb und steuert über Livebild und 3D-Karte. Außenanlagen wie Kühltürme oder Rohrbrücken bei Wind fliegt Kopterflug mit der DJI M30T.

Die Elios 3 von vorn: Drohne im kugelförmigen Schutzkäfig aus Kohlefaserstreben, oben der LiDAR-Kopf, vorn Kamera und LED-Leuchten
Bild: Flyability
  1. LiDAR-Kopf

    Misst zehnmal pro Sekunde rundum die Entfernung zu jeder Oberfläche, auch nach oben und unten. Daraus entsteht die Punktwolke – und die Drohne weiß ohne GPS, wo sie ist.

  2. Kamera

    4K-Video und Einzelbilder. Jedes Foto bekommt seine Aufnahmeposition in der Punktwolke.

  3. Eigenes Licht

    LED-Beleuchtung mit bis zu 16.000 Lumen (Herstellerangabe), mit Staubmodus – für Bilder auch im dunklen Innenraum.

  4. Schutzkäfig

    Kohlefaser rund um die Rotoren. Leichte Kontakte mit Wand oder Einbauten gehören zum normalen Betrieb, die Drohne fliegt weiter.

  • Eine Öffnung ab DN 600 genügt, ein Mannloch reicht
  • Der Pilot bleibt außerhalb, auf Wunsch sehen Sie im Livebild mit
  • Video, Fotos und LiDAR-Punktwolke aus demselben Flug
  • Stunden statt Tage oder Wochen, ohne Gerüst, Kletterer oder Kran
Industrie-LiDAR-Drohne Elios 3 ›

Was Betreiber zuerst wissen wollen

Drohnen­inspektion: was sich gegenüber Gerüst und Einstieg ändert

Wer das Thema neu erschließt, fragt meist dasselbe. Kurz beantwortet, ausführlich weiter unten.

Was ist eine Drohneninspektion?

Eine Inspektion, bei der eine Drohne die Anlage filmt, fotografiert und per LiDAR vermisst. Wir setzen die Elios 3 ein: im Schutzkäfig, mit eigenem Licht, ohne GPS. Der Pilot steuert von außen.

Die Drohne ›

Was ändert sich gegenüber Gerüst und Einstieg?

Für die Inspektion steigt niemand ein und niemand muss in die Höhe. Die Aufnahme dauert Stunden statt Tage oder Wochen, ohne Gerüst, Kletterer oder Kran.

Vergleich ›

Wie läuft eine Drohneninspektion ab?

In fünf Schritten: Anlage und Anlass klären, Anlage vorbereiten, Flug vor Ort, Auswertung, Inspektionsbericht. Den Bericht erhalten Sie innerhalb weniger Tage nach dem Flug.

Ablauf ›

Welche Anlagen lassen sich so inspizieren?

Tanks, Silos, Kessel, Industrieöfen, Abgaskanäle, Bunker, Kanäle, Kühltürme, Rohrbrücken und Hallen, in Stahlwerk, Kraftwerk, Chemie, Logistik und Fertigung.

Einsatzbereiche ›

Entfällt das Freimessen?

Für Personen ja, weil für die Inspektion niemand einsteigt. Wir führen keine Freimessung durch. Im Ex-Bereich klärt der Betreiber vorab, ob die Drohne fliegen darf, denn weder die Elios 3 noch die DJI M30T ist ATEX-zertifiziert.

Inspektion ohne Freimessung ›

Ersetzt das die vorgeschriebene Prüfung?

Nein. Der Bericht dokumentiert den sichtbaren Zustand und bereitet die Prüfung vor. Prüfen und bewerten bleiben beim Betreiber und den befähigten Personen.

Grenzen ›
Befundkarte: Punktwolke eines Silos mit Auslaufkonus, an der Innenwand zwei lange Reihen roter Kreuze als Rissmarken

Befundkarte aus unserer Auswertung: Rissmarken eines Silos auf der Punktwolke. Jede Marke hat eine Lage, die Instandhaltung und Fachfirma wiederfinden.

Nach dem Flug

Was Sie nach dem Drohnenflug in der Hand haben: den Inspektions­bericht

Die Drohne liefert Rohdaten: Video, Einzelbilder und eine LiDAR-Punktwolke der Anlage. Zum Inspektionsbericht werden sie erst in der Auswertung. Inspectomatic sichtet die Aufnahmen, markiert jeden Befund im Bild, beschreibt ihn und verortet ihn in der Punktwolke oder am Bauteil. So entsteht ein Bericht, mit dem Instandhaltung, Planer und Fachfirmen weiterarbeiten können. Lieferumfang im Detail

  • Befund mit Bildnachweis: Foto, Markierung, Befundart, Beschreibung
  • Stelle jedes Befunds in der Punktwolke oder am Bauteil – Befunde verorten
  • Punktwolke, Video und Einzelbilder der inspizierten Bereiche
  • Vergleich über die Jahre an denselben Stellen – Wiederholungsinspektion
  • Bericht im Browser ohne Installation, auf Wunsch als PDF
  • Grenzen benannt: welche Bereiche die Aufnahmen nicht abdecken

Kernfrage

Welche Informationen bekomme ich, damit ich die nächste Revision besser planen kann?

Darauf antwortet der Inspektionsbericht – mit drei Dingen, die Betreiber von einem Dienstleister in der Instandhaltung erwarten.

Planbarkeit

Arbeitsumfang vor der Revision

Sie wissen vorher, wo Schäden liegen. Gerüst, Material und Fachfirmen planen Sie dorthin, statt im Stillstand erst zu suchen.

Transparenz

Nachvollziehbar dokumentiert

Jeder Befund hat ein Foto und eine Stelle an der Anlage, die Grenzen der Aussage stehen im Bericht. Jeder Beteiligte öffnet ihn im Browser.

Entlastung

Aus einer Hand

Inspektion und Bericht kommen aus einer Hand. Wir bringen alles mit, Ihr Team stellt Zugang und Freigabe.

Riss an einer Silowand: heute dokumentiert, bei der nächsten Inspektion an derselben Stelle verglichen.

Nach vorn planen

Vom Zustand heute zur Betriebs­fähigkeit morgen

Ein Inspektionsbericht ist kein Endpunkt. Er hält den Zustand heute fest, mit einer Lage, die auch bei der nächsten Inspektion noch gilt. Wiederholt sich die Drohneninspektion, sehen Sie, ob ein Riss gewachsen ist oder eine Korrosionsstelle sich ausbreitet, und wo alles beim Alten geblieben ist.

So wird aus einzelnen Inspektionen eine Grundlage für die Zukunft der Anlage: die nächste Revision gezielt vorbereiten, eine Sanierung rechtzeitig ausschreiben, eine Investition begründen und die Betriebsfähigkeit Ihrer Assets sichern. Ob und wann gehandelt wird, entscheiden Sie und Ihre Fachleute – wir liefern die Informationen dafür. Sanierung vorbereiten

Die Reihe datierter Berichte hilft auch, wenn der Versicherer nach der Entwicklung einer Anlage fragt: Sie zeigt, wann ein Befund zuerst zu sehen war und wie er sich verändert hat. Was er davon als Nachweis braucht, sprechen wir vorher an seiner Anforderung ab – Inspektionsbericht Versicherung.

Vergleich

Inspektion klassisch oder per Drohne: Zugang, Zeit und Sicherheit

KlassischPer Drohne
ZugangGerüst, Hubsteiger, Kran, Kletterer im Seilzugang, Einstieg durch das MannlochDrohne durch eine Öffnung, der Pilot bleibt außen
Zeit vor OrtTage oder Wochen, mit Auf- und Abbau des ZugangsStunden statt Tage oder Wochen
StillstandDer Zugang verbraucht StillstandszeitBleibt kurz; ein geplanter Stillstand reicht für viele Anlagen
Einstieg, HöheJa: Erlaubnisschein, Aufsicht, Sicherungsposten, RettungskonzeptFür die Inspektion nicht
FreimessenIn den meisten Fällen vor dem EinstiegFür Personen entfällt es
Gerüst danachSteht bereits für die Inspektion, auch an Stellen ohne BefundNur dort, wo der Bericht eine Stelle zeigt

Wo klassisch nötig bleibt

Wanddicken, Risstiefen und Schäden unter Belägen, Beschichtung oder Isolierung erfassen ergänzende Prüfverfahren wie die Ultraschall-Wanddickenmessung, gezielt an den Stellen, die der Bericht zeigt. Die vorgeschriebenen Prüfungen bleiben bei befähigten Personen und Sachverständigen. Wo repariert wird, braucht es Gerüst oder Arbeitsbühne, und steigen Menschen ein, gelten Erlaubnisschein und Freimessung wie bisher – das Freimessen übernimmt der Betreiber, nicht wir.

Luftbild einer Raffinerie im Turnaround: Kolonnen, Rohrbrücken und Anlagenteile mit Gerüsten, dazwischen mehrere gelbe Mobilkrane und Lagerflächen für Material

Umgebung: Raffinerie im Turnaround, Gerüste und Krane auf dem ganzen Gelände. Für die Inspektion selbst braucht die Drohne keins davon.

Ausgangslage

Gerüst, Kran, Einstieg: wie Anlagen klassisch inspiziert werden

Wer wissen will, wie es in einem Tank, einem Kessel oder unter einem Hallendach aussieht, braucht klassisch zuerst einen Zugang. Für hohe Wände wird ein Gerüst gestellt oder ein Hubsteiger geholt, an schwer erreichbaren Stellen arbeiten Industriekletterer im Seilzugang, außen hebt ein Kran Personal und Gerät. In Behälter, Silos und enge Räume steigen Menschen ein – das Befahren mit Erlaubnisschein, Aufsicht, Sicherungsposten und in den meisten Fällen Freimessen.

All das bindet Zeit, bevor überhaupt jemand die Wand gesehen hat, und es bindet sie im Stillstand. Die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie zählt das Arbeiten in Behältern und engen Räumen zu den gefährlichsten Tätigkeiten der Wirtschaft – ausdrücklich auch für Inspektionen (Quelle). Die Drohneninspektion setzt hier an: Sie bringt die Kamera an die Wand, nicht den Menschen.

Einordnung

Inspektion in der Instandhaltung: klassisch und per Drohne

Vier Punkte, bevor es um den Ablauf geht: was eine Inspektion leisten soll, wie sich die Wege unterscheiden, was der Arbeitsschutz sagt und woran wir den Aufwand messen.

01

Was eine Inspektion in der Instandhaltung leisten soll

Die Inspektion ist eine der Grundmaßnahmen der Instandhaltung. Sie stellt fest, wie es um den Abnutzungsvorrat einer Anlage steht: Der Ist-Zustand wird mit dem Soll-Zustand verglichen, daraus werden bei Bedarf Maßnahmen abgeleitet. So beschreibt es die DGUV Information 209-015 zur Instandhaltung an Maschinen und Anlagen. Die staatliche TRBS 1112 zur Instandhaltung fasst den Begriff ähnlich: Inspektion heißt, den Istzustand festzustellen und zu beurteilen, einschließlich der Ursachen von Abnutzung oder Schädigung und der Folgerungen für die weitere Nutzung. Der Inspektionsbericht liefert davon das Feststellen, mit Bild und Lage; Beurteilung und Folgerungen bleiben bei Ihnen und Ihren Fachleuten.

Wer zustandsorientiert instand hält, stützt den Handlungsbedarf auf solche Inspektionen. Der Vorteil nach derselben Schrift: Man kann reagieren, bevor etwas ausfällt, und Ersatzteile rechtzeitig beschaffen. Genau dafür braucht es gute Zustandsinformationen – nicht irgendwann, sondern vor der Revision, in der repariert werden soll.

Auch in der Kraftwerksbranche ist das Thema angekommen. Auf der Konferenz „Instandhaltung in Kraftwerken“ 2025 des Verbands vgbe energy zeigte ein Vortrag, wie Innenraumdrohnen in der thermischen Abfallverwertung die Wanddicke von Kesselwänden messen. Im Vergleich mit früheren Messungen entsteht daraus ein Bild vom Zustand der Anlage, um Schäden früh zu erkennen. Die Wanddicke messen wir nicht; unser Bericht zeigt, an welchen Stellen sich diese Messung lohnt. Das war ein Beitrag auf der Konferenz, keine Empfehlung des Verbands.

Belege: 1, 8, 7

02

Klassisch oder per Drohne: Zugang, Zeit und Sicherheit im Vergleich

Klassisch heißt hier: Gerüst, Befahren, Kran oder Kletterer. Beide Wege liefern den sichtbaren Zustand einer Anlage. Sie unterscheiden sich darin, was vorher geschehen muss und wer sich dafür in Gefahr begibt.

Die Gegenüberstellung Punkt für Punkt steht oben im Vergleich.

Nach unserer Erfahrung braucht die Inspektion per Drohne gegenüber Gerüst und Befahren 60 bis 80 Prozent weniger Zeit. Wie viel genau, hängt von Größe und Zugang der Anlage ab.

Wie weit eine Drohne die Nahsichtprüfung übernehmen darf, ist im Schiffbau geregelt, nicht für Anlagen an Land. Nach den gemeinsamen Anforderungen der Klassifikationsgesellschaften (IACS UR Z7) kann der Besichtiger Fernprüftechnik, ausdrücklich auch Drohnen, als Alternative zur Nahsichtprüfung zulassen, wenn die Prüfung zu seiner Zufriedenheit abgeschlossen wird. Für Dickenmessungen braucht es dort weiter einen eigenen Zugang. Für Tanks, Silos und Kessel gelten diese Regeln nicht, sie zeigen aber, wo die Grenze verläuft.

Was die Drohne nicht ersetzt, steht unter Grenzen: Wanddicken, verdeckte Flächen und die Prüfung selbst.

Belege: 1, 2, 4, 5, 10

03

Was der Arbeitsschutz zur Inspektion per Kamera und Multikopter sagt

Die DGUV Information 209-015 in der Ausgabe von 2026 sagt zu engen Räumen: Weil die Gefährdung dort erhöht ist, soll immer geprüft werden, ob sich die Arbeit in Behältern, Silos und engen Räumen vermeiden lässt. Als Beispiel nennt sie Inspektionen per Kameratechnik. Wo ein Eingriff im Gefahrenbereich anders nicht geht, sind nach derselben Schrift Hilfsmittel vorzuziehen, die ihn entbehrlich machen – genannt werden Messtechnik, Kamerasysteme und Multikopter, mit denen sich Vorgänge aus sicherer Entfernung beobachten und beurteilen lassen.

Die DGUV Regel 113-004 für Behälter, Silos und enge Räume stellt denselben Grundsatz an den Anfang ihrer Schutzmaßnahmen und nennt ebenfalls Inspektionen mittels Kameratechnik. Sie gilt für Arbeiten, bei denen sich Personen im Behälter aufhalten, ausdrücklich auch für Inspektionen. Das Freimessen dient dort dem gefahrlosen Arbeiten dieser Personen. Daraus folgern wir: Fliegt für die Inspektion nur die Drohne hinein, steigt niemand ein – das Freimessen für Personen entfällt. Steigen danach Menschen zur Reparatur ein, gilt es wie bisher.

Auch die DGUV schreibt beim Thema Absturz, dass sich mit Drohnen riskante Arbeitseinsätze vermeiden lassen. Auch ein Fachbeitrag der BG BAU nennt Drohnen als Beispiel, bezogen auf den Bau. Die Schriften empfehlen, die Vermeidung zu prüfen; eine Drohne schreiben sie nicht vor. Die Gefährdungsbeurteilung bleibt beim Betreiber. Ausführlich für Arbeitssicherheit und HSE: Befahren vermeiden. Alle Schriften, auf die wir uns stützen: Regelwerk Inspektion.

Belege: 1, 2, 3, 4, 6

04

Aufwand: Stunden statt Tage oder Wochen

Bevor in einer Anlage gearbeitet wird, prüft die Gefährdungsbeurteilung, ob besondere Zugänge wie Arbeitsbühnen oder Gerüste nötig sind und ob Absturzgefahren bestehen. Für die Inspektion per Drohne entfällt dieser Zugang: kein Gerüst, keine Kletterer, kein Kran.

Daran messen wir den Aufwand, an nichts anderem: Die Aufnahme vor Ort dauert Stunden statt Tage oder Wochen. Stillstände bleiben kurz, und weil ein Team eine Anlage nach der anderen aufnimmt, reicht ein geplanter Stillstand für viele Anlagen. Die Reparatur planen Sie danach gezielt dort, wo der Bericht eine Stelle zeigt – Gerüst nur dort, wo es gebraucht wird.

Die Reihenfolge ist also: Drohne zuerst, Prüfung gezielt. Die Drohne verschafft den Überblick über die ganze Anlage, Ultraschall, handnahe Prüfung oder Gerüst folgen an den Stellen, die die Aufnahmen zeigen. Das Regelwerk für Druckanlagen kennt dieselbe Arbeitsteilung: Nach TRBS 1201 Teil 2 findet die innere Prüfung im Allgemeinen als Besichtigung am geöffneten Anlagenteil statt, bei Bedarf ergänzt durch Kamerasysteme. Reicht die Besichtigung bei einem Schädigungsverdacht nicht aus, folgen Ergänzungsprüfungen wie die Ultraschall-Wanddickenmessung. Bilder ergänzen dort die Besichtigung durch den Prüfer; von Drohnen spricht die Regel nicht. Zeigen die Aufnahmen an einem Bereich nichts Auffälliges, muss dort niemand ein Gerüst stellen, nur um nachzusehen. Bei Gruppen gleichartiger Anlagen, etwa einem Tanklager, inspizieren wir alle per Drohne und sehen uns die auffälligen im Detail an. Vorgeschriebene Prüfungen und Messungen am Bauteil legen Sie und Ihre Prüfer fest. Ob repariert wird, entscheiden Sie mit Ihren Fachleuten. So wird der Arbeitsumfang der Fachfirmen vor der Revision planbar – mehr unter Drohneninspektion für Industriedienstleister.

Belege: 1, 9

Ablauf

So läuft eine Drohnen­inspektion ab: fünf Schritte

Von der Anfrage bis zum Bericht: was Sie tun und was wir übernehmen.

1. Anlage und Anlass klären

Sie nennen uns Anlage, Anlass und Zeitraum. Wir klären Zugang und Öffnungen, ob ein Ex-Bereich betroffen ist und welche Vorgaben für Fremdfirmen gelten, und schicken ein Angebot. In der Regel planen wir ein bis zwei Wochen Vorlauf ein, im Notfall geht es kurzfristig.

2. Anlage vorbereiten

Ihr Betrieb nimmt die Anlage außer Betrieb, lässt sie abkühlen, öffnet sie und entleert und reinigt sie so weit, dass die Flächen sichtbar sind. Als Zugang genügt ein Mannloch. Im Ex-Bereich klären Sie vorab, ob die Drohne fliegen darf.

3. Flug vor Ort durch Kopterflug

Ein Zweierteam bringt Drohne, Licht und Ausrüstung mit. Vor jedem Flug steht eine Risikobeurteilung. Der Pilot steuert von außen über Kamerabild und 3D-Karte; auf Wunsch sehen Sie während des Flugs im Livebild mit.

4. Auswertung rein lokal

Wir sichten Video und Fotos, setzen jeden Befund auf das Bild und bestimmen seine Lage in der Punktwolke, also wo er an der Anlage sitzt.

5. Inspektionsbericht

Den Inspektionsbericht erhalten Sie innerhalb weniger Tage. Sie öffnen ihn im Browser oder als PDF: Befunde mit Foto und Stelle an der Anlage, Punktwolke, Video und den Hinweis, was die Aufnahmen nicht abdecken.

Zweierteam am Mannloch: einer sitzt mit der Fernsteuerung auf dem Transportkoffer, der andere setzt die Drohne in die Öffnung
Vor OrtImmer im Zweierteam: einer steuert, einer behält Zugang und Drohne im Blick.

Einsatzbereiche

Einsatzbereiche: wo die Drohnen­inspektion eingesetzt wird

Die Elios 3 ist für Innenräume gebaut: Sie fliegt durch ein Mannloch, unter Hallendächer und durch Kanäle, auch wo es dunkel, eng und staubig ist. Zu jeder Branche und jeder Anlage gibt es eine eigene Seite mit Prüfpflichten, Zugang und dem, was im Bericht steht.

Nach Branche: Drohneninspektion Stahlwerk · Drohneninspektion Kraftwerk · Drohneninspektion Chemie · Drohneninspektion Logistik und Fertigung

Nach Anlage: Inspektionsbericht Tank · Inspektionsbericht Silo · Inspektionsbericht Kessel · Inspektionsbericht Industrieofen · Inspektionsbericht Abgaskanal · Inspektionsbericht Bunker · Inspektionsbericht Kanal und Schacht · Inspektionsbericht Kühlturm · Inspektionsbericht Rohrbrücke · Inspektionsbericht Halle

Häufige Fragen und Grenzen

Drohne oder Gerüst: was die Drohnen­inspektion kann – und was nicht

Wie funktioniert eine Drohneninspektion genau?

Eine Drohne erfasst den sichtbaren Zustand einer Anlage: mit Video, Einzelbildern und einer LiDAR-Punktwolke. Wir setzen dafür die Elios 3 von Flyability ein, eine Drohne im Schutzkäfig mit eigener Beleuchtung, gebaut für Innenräume. Kopterflug, seit 2017 mit Drohnen in Industrieanlagen unterwegs, führt die Inspektion vor Ort durch. Aus den Aufnahmen entsteht der Inspektionsbericht, in dem jeder Befund ein Foto und eine Lage hat.

Drohne oder Gerüst: wann lohnt sich was?

Für die Inspektion meist die Drohne, für die Reparatur oft das Gerüst. Um den Zustand einer hohen Wand oder eines Behälters zu erfassen, muss niemand hinauf: Die Drohne nimmt ihn auf, ohne Gerüst, Kletterer oder Kran. Wo danach repariert wird, braucht es Gerüst oder Arbeitsbühne. Der Bericht zeigt, wo das ist. So stellen Sie das Gerüst nur dort, wo es gebraucht wird, statt vorsorglich überall.

Wie viel Zeit spart die Drohneninspektion?

Nach unserer Erfahrung 60 bis 80 Prozent weniger Zeit als mit Gerüst und Befahren. Die Aufnahme vor Ort dauert Stunden statt Tage oder Wochen, weil Gerüst, Kletterer, Kran und die Vorbereitung für den Personeneinstieg entfallen. Wie viel es bei Ihrer Anlage genau ist, hängt von Größe und Zugang ab. Stillstände bleiben dadurch kurz, und ein geplanter Stillstand reicht für viele Anlagen. Die Kosten hängen von Anlage und Umfang ab; Preise nennen wir im Angebot.

Muss für die Drohneninspektion jemand einsteigen oder freimessen?

Nein, für die Inspektion steigt niemand ein, deshalb entfällt das Freimessen für Personen. Es dient nach der DGUV Regel 113-004 dem gefahrlosen Arbeiten von Menschen im Behälter. Wir führen keine Freimessung durch. Im Ex-Bereich klärt der Betreiber vorab, ob die Drohne fliegen darf: Eine explosionsfähige Atmosphäre muss für den Flug ausgeschlossen sein. Steigen danach Menschen zur Reparatur ein, gelten Erlaubnisschein und Freimessung wie bisher.

Wie lange dauert eine Drohneninspektion, und wie lange steht die Anlage still?

Die Aufnahme vor Ort dauert Stunden statt Tage oder Wochen. Wie lange genau, hängt von Größe und Zugänglichkeit der Anlage ab. Die Anlage muss für eine Inneninspektion außer Betrieb sein, deshalb findet sie im Stillstand statt. Weil kein Gerüst auf- und abgebaut wird, bleibt dieser Stillstand kurz. Steht ohnehin eine Revision an, nimmt das Team eine Anlage nach der anderen auf, und ein geplanter Stillstand reicht für viele Anlagen.

Was steht im Inspektionsbericht?

Jeder Befund mit Foto, Markierung, Befundart und Beschreibung, dazu seine Lage in der Punktwolke oder am Bauteil. Zum Bericht gehören Video, Einzelbilder und die Punktwolke der inspizierten Bereiche, außerdem ein Hinweis, welche Bereiche die Aufnahmen nicht abdecken. Sie öffnen ihn im Browser ohne Installation oder erhalten ihn als PDF. Was genau hineingehört, richten wir nach Ihrem Anlass: Revision, Sanierung, Thermografie oder Bestandsaufnahme.

Ersetzt die Drohneninspektion die vorgeschriebene Prüfung?

Nein, sie liefert die Grundlage dafür. Wir dokumentieren den sichtbaren Zustand mit Bild und Lage. Die Prüfung nach Betriebssicherheitsverordnung oder anderen Regeln führen befähigte Personen, Sachverständige oder zugelassene Stellen durch; die Bewertung bleibt bei ihnen und bei Ihnen. Der Bericht ist auch kein Erlaubnisschein und keine Gefährdungsbeurteilung. Er ist die gemeinsame Informationsgrundlage für Instandhaltung, Fremdfirmen, Arbeitssicherheit und Prüfer. Ein neues Prüfverfahren gilt nach TRBS 1201 erst dann als gleichwertig, wenn eine unabhängige, fachlich anerkannte Stelle es validiert hat (Quelle). Das beanspruchen wir für unsere Inspektion nicht.

Was kann die Drohne nicht?

Sie sieht nur Oberflächen. Wanddicken, Risstiefen und Schäden unter Belägen, Beschichtung oder Isolierung zeigen die Aufnahmen nicht, ebenso wenig, was unter Wasser, Schlamm oder Schüttgut liegt. Dafür gibt es ergänzende Prüfverfahren, etwa die Ultraschall-Wanddickenmessung; der Bericht zeigt, wo sie sich lohnen. Die Öffnung muss mindestens DN 600 groß sein, und bei sehr hoher Staubbelastung kann die Sicht eingeschränkt sein. Die Anlage muss außer Betrieb und abgekühlt sein.

Wo bleiben die Aufnahmen und Daten unserer Anlage?

Bei uns, rein lokal verarbeitet und ohne Cloud. Bilder, Videos und Punktwolken einer Industrieanlage sind sensible Daten, gerade bei kritischer Infrastruktur. Bei Bedarf läuft die Auswertung vollständig offline. Wie Bericht und Rohdaten zu Ihnen kommen und wer sie erhält, legen Sie vorher fest. Ihre Anforderungen an Dienstleister nehmen wir vor dem Angebot auf. Drohneninspektion KRITIS

Lässt sich der Zustand über die Jahre vergleichen?

Ja, wenn jeder Befund eine Lage hat, die auch beim nächsten Mal noch gilt: Höhe und Winkel in Silo oder Behälter, eine Ebene im Kanal, ein Punkt in der Punktwolke. Bei einer Wiederholungsinspektion stehen altes und neues Foto derselben Stelle nebeneinander. So sehen Sie, was sich verändert hat, und planen die nächste Revision oder Sanierung danach. Wo Aufnahmen keinen sicheren Vergleich erlauben, sagt der Bericht das. Wiederholungsinspektion

Geht die Drohneninspektion auch an Außenanlagen?

Ja, mit der passenden Drohne. Die Elios 3 ist für Innenräume gebaut: Behälter, Silos, Kessel, Kanäle und Hallen. Kühltürme von außen oder Rohrbrücken bei stärkerem Wind fliegt Kopterflug mit der DJI M30T. Der Inspektionsbericht folgt demselben Prinzip: jeder Befund mit Bild und Lage. Welche Drohne zu Ihrer Anlage passt, klären wir bei der Anfrage. Beschreiben Sie uns dazu kurz Anlage, Zugang und Anlass.

Welche Angaben brauchen Sie für ein Angebot?

Für den Anfang genügen drei Angaben: welche Anlage, welcher Anlass, welcher Zeitraum. Hilfreich sind die Zugänge, etwa Mannlöcher und ihre Größe, ob ein Ex-Bereich betroffen ist und welche Vorgaben für Fremdfirmen gelten. Zeichnungen und frühere Berichte helfen, wenn vorhanden. Der Aufwand hängt von Größe, Zugang und Anzahl der Anlagen ab, Preise nennen wir im Angebot. Rufen Sie an: +49 421 408 937 98, oder schreiben Sie uns über das Formular unten.

Einsatztechniker mit Helm neben Transportkoffer und Elios 3 vor einem Silo, dahinter das Einsatzfahrzeug

Drohne, Licht und Ausrüstung bringt das Team mit.

Vorbereitung

Drohnen­inspektion vorbereiten: was Ihr Betrieb stellt

Ihr Betrieb nimmt die Anlage außer Betrieb, öffnet sie und gibt sie frei; im Ex-Bereich klären Sie vorab, ob die Drohne fliegen darf. Drohne, Licht, Ausrüstung und die Risikobeurteilung für den Flug bringen wir mit.

Was Betrieb und Arbeitssicherheit im Einzelnen klären, von der Freigabe bis zum Platz am Zugang, steht unter Inspektion vor Ort. Was die Drohne technisch braucht, unter Industrie-LiDAR-Drohne.

Wer zu Ihnen kommt

Inspektion und Bericht aus einer Hand

Industrieerfahren seit 2017

Kopterflug führt die Inspektion vor Ort durch, Inspectomatic erstellt den Inspektionsbericht. Dahinter steht dasselbe Team: Über uns.

Immer im Zweierteam

Geschulte Piloten. Vor jedem Einsatz steht eine Risikobeurteilung.

Deutschlandweit im Einsatz

Wir kommen zu Ihrer Anlage. Drohnen und Ausrüstung bringen wir mit.

Auswertung rein lokal

Ihre Aufnahmen werden ohne Cloud verarbeitet. Den Übertragungsweg für Bericht und Rohdaten stimmen wir vorab mit Ihnen ab.

Drohnen­inspektion für Ihre Anlage geplant?

Nennen Sie uns Anlage, Anlass und Zeitraum – wir sagen Ihnen, ob die Drohne dort mehr bringt als Gerüst oder Einstieg.

Erstberatung: 30 Minuten per Google Meet, Termin direkt wählen.

  • Porträt von Christian EngelkeChristian EngelkeGründer, Geschäftsführer und Elios-Pilot
  • Porträt von Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Juliana EngelkeDipl.-Wirt.-Ing. (FH) Juliana EngelkeGründerin, Geschäftsführerin und Elios-Pilotin

E-Mail: info@inspectomatic.de

Fotos oder Zeichnungen helfen, wenn Sie welche haben. Wir melden uns, klären mit Ihnen Zugang und Ablauf und schicken Ihnen ein Angebot.

Oder schreiben Sie uns

Vielen Dank. Ihre Anfrage ist bei uns angekommen, wir melden uns bei Ihnen.

Welche Anlage, welcher Anlass, welcher Zeitraum – formlos genügt.

* Pflichtangaben. Wir geben Ihre Angaben nicht an Dritte weiter.

Quellen

  1. DGUV Information 209-015 Instandhaltung an Maschinen und Anlagen (2.2.1 Instandhaltungsstrategien, 2.6.2 Zugänge, 3.1.3 Rang 3 Multikopter, 5.7.1 Kameratechnik, Glossar Inspektion) · Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) · Stand Ausgabe Juni 2026, abgerufen 11.10.2026
  2. DGUV Regel 113-004 Behälter, Silos und enge Räume, Teil 1 (2.3 Arbeiten, 2.7 Freimessen, 4.1 Grundsatz) · Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) · Stand Ausgabe Februar 2019, abgerufen 11.10.2026
  3. Absturz (Themen A–Z, Prävention von Absturzunfällen) · Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) · Stand abgerufen 11.10.2026
  4. Sicheres Befahren von Behältern (Fachwissen-Portal) · Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) · Stand abgerufen 11.10.2026
  5. Flyability Elios 3 bei Kopterflug (Einsatzgrenzen: nicht ATEX-zertifiziert) · Kopterflug · Stand abgerufen 10.10.2026
  6. Schutzmaßnahmen gegen Absturz wirkungsvoll planen (BauPortal 1|2025, Maßnahmenhierarchie Absturz) · Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) · Stand 1/2025, abgerufen 11.10.2026
  7. Review: vgbe-Konferenz „Instandhaltung in Kraftwerken“ 2025 · vgbe energy e.V. · Stand abgerufen 11.10.2026
  8. TRBS 1112 „Instandhaltung“, Abschnitte 2.1 und 2.3 (Begriffe Instandhaltung, Inspektion) · BAuA, via Gewerbeaufsicht Baden-Württemberg · Stand Ausgabe März 2019 (GMBl 2019 S. 218), abgerufen 11.10.2026
  9. TRBS 1201 Teil 2 „Prüfungen und Kontrollen bei Gefährdungen durch Dampf und Druck“, Abschnitt 6.6.4 (innere Prüfung) · BAuA, via Gewerbeaufsicht Baden-Württemberg · Stand Ausgabe Juli 2018, zuletzt geändert GMBl 2026 S. 351, abgerufen 11.10.2026
  10. IACS UR Z7 „Hull Classification Surveys“, Abschnitte 1.4.2 und 5.2.3 (gilt für Schiffe; im Sammeldokument „Requirements concerning Survey and Certification“) · International Association of Classification Societies (IACS) · Stand Rev.29 Corr.1, Mai 2024, abgerufen 11.10.2026
  11. TRBS 1201 „Prüfungen und Kontrollen von Arbeitsmitteln und überwachungsbedürftigen Anlagen“, Abschnitt 4.4 · BAuA, via Gewerbeaufsicht Baden-Württemberg · Stand Ausgabe März 2019, zuletzt geändert GMBl 2025 S. 702, abgerufen 11.10.2026

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