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Was dem Kabelkanal zusetzt
Ein Fachartikel zu unterirdischen Kabeltunneln nennt Risse und Korrosion als die häufigsten baulichen Probleme. Meist sind es kleine Risse und örtlich angegriffene Wände.
Feuchte setzt auch den Kabeltragsystemen zu. Ist eine verzinkte Oberfläche Nässe ausgesetzt, bildet sich Weißrost, bevor die schützende Deckschicht entsteht. Feuchtigkeit in engen Spalten führt zu Spaltkorrosion.
In beiden Kanälen dieses Projekts steht Wasser am Boden. Schadensmarkierungen enthalten die Projektdaten nicht. Ob und wo der Kanal oder die Trassen gelitten haben, bewertet der Betreiber anhand der Aufnahmen.
Belege: 3, 4
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Wer zuständig ist und was vor dem Einstieg gilt
Zuständig ist der Betreiber. Die DGUV Regel 113-004 für Behälter, Silos und enge Räume nennt Schächte und Kanäle als Beispiele für enge Räume, wenn sich besondere Gefährdungen nicht sicher ausschließen lassen. Auch die DGUV Information 209-015 zur Instandhaltung zählt Schächte und Kanäle zu den engen Räumen und nennt als typische Bedingungen erschwerten Zugang und erschwerte Rettung. Wer über den Einstiegsschacht hinabsteigt, arbeitet dann im engen Raum.
Vor dem Einstieg stehen Unterweisung, Erlaubnisschein, Aufsicht, mindestens ein Sicherungsposten und die Freimessung der Atmosphäre. Beide Schriften empfehlen außerdem zu prüfen, ob sich das Arbeiten im Raum vermeiden lässt, und nennen als Beispiel Inspektionen mittels Kameratechnik. Für einen Kanal mit Wasser am Boden heißt das: Die Drohne fliegt hinein, der Schacht bleibt für Personen zu, bis gearbeitet wird. Warum sich der Einstieg für die Bestandsaufnahme sparen lässt, erklärt Befahren vermeiden; welche Schriften für welche Anlage gelten, unter Regelwerk Inspektion.
Der Inspektionsbericht ist keine Prüfung und kein Gutachten. Er liefert die Bilddokumentation mit Aufnahmepositionen, mit der Betreiber und Fachleute den Zustand bewerten.
Belege: 1, 2, 7
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Wie der Kanal klassisch geprüft wird – und was die Drohne beiträgt
Klassisch wird der Kanal begangen: Fachleute steigen durch den Schacht ein und gehen ihn ab, mit der ganzen Vorbereitung für den engen Raum. Steht Wasser am Boden, kommt das noch hinzu.
Die Drohne fliegt den Einstiegsschacht hinab und über dem Wasser den Kanal entlang. Hinein muss niemand. Jedes Foto hat seine Aufnahmeposition in der Punktwolke, so finden Sie jede Stelle im Kanal wieder. Die Aufnahme dauert Stunden statt Tage oder Wochen, mehrere Kanäle lassen sich an einem Termin aufnehmen.
Weil für die Inspektion niemand einsteigt, entfällt das Freimessen für Personen (mehr dazu). Die Elios 3 ist aber nicht ATEX-zertifiziert: Ist in der Gasanlage ein Ex-Bereich nicht auszuschließen, klärt der Betreiber vorab, ob die Drohne fliegen darf.
Belege: 2, 5, 6
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Wie instand gesetzt wird – und was die Aufnahme dazu beiträgt
Kleine Risse und angegriffene Stellen an Kabeltunneln werden oft örtlich ausgebessert: mit Zementmörtel oder Polymerwerkstoffen, die weitere Schäden aufhalten und die ursprüngliche Wanddicke wiederherstellen. Woher das Wasser kommt und wie der Kanal abgedichtet wird, klären Betreiber und Fachfirmen.
Mit den Fotos und ihrer Lage im Kanal, also dem Abschnitt, in dem sie aufgenommen sind, planen Sie die Arbeiten an der richtigen Stelle, bevor jemand einsteigt. Der Einstieg ist dann nur noch für die Arbeit selbst nötig. Die Fachfirma, die Wände ausbessert oder Trassen instand setzt, weiß schon vor dem ersten Abstieg, welche Kanalabschnitte sie erwarten; was Fachfirmen von den Aufnahmen haben, steht auf der Seite für Industriedienstleister. Spätere Aufnahmen machen Veränderungen vergleichbar.
Belege: 3