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Was der Auflagefläche zusetzt – und warum ihre Beschichtung zählt
Auf dem Flansch des Monopiles sitzt später das Übergangsstück. Beide sind über einen geschraubten Ringflansch verbunden: Vorgespannte Schrauben pressen die Auflageflächen aufeinander. Von dieser Pressung hängt ab, wie stark die Schrauben im Betrieb beansprucht werden.
Kurz nach dem Anziehen geht ein Teil der Vorspannung verloren, weil sich die Kontaktflächen setzen. Für vorgespannte Schraubenverbindungen im Stahlbau gilt: Wie stark sie sich setzen, hängt auch von Art und Dicke der Beschichtung ab. Eine Fachübersicht zu Flanschverbindungen in der Offshore-Windenergie beschreibt eine Bauweise, bei der die Kontaktflächen eine thermisch gespritzte Metallschicht tragen und die übrigen Flächen eine Epoxidbeschichtung.
Das Merkblatt der Korrosionsschutzverbände verlangt besonderes Augenmerk auf die Kontaktflächen von Schraubverbindungen. Dort kann die Schichtdicke von der übrigen abweichen, meist wird dort nur grundbeschichtet, und bei hochfesten Verbindungen dürfen nur zugelassene Systeme verwendet werden. Was auf die Auflagefläche gehört, legt deshalb die Spezifikation fest. Für Bauwerke im Offshorebereich, die der Meeresatmosphäre ausgesetzt sind oder im Seewasser stehen, beschreibt DIN EN ISO 12944-9 die Leistungsanforderungen an Beschichtungssysteme.
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Wer für die Beschichtung zuständig ist
Zuerst überwacht das ausführende Unternehmen seine Arbeit selbst: Nach dem Aushärten werden Grund-, Zwischen- und Deckbeschichtung kontrolliert und die Messwerte protokolliert. Ausführung und Überwachung der Beschichtungsarbeiten behandelt Teil 7 der DIN EN ISO 12944.
Darüber hinaus kann der Auftraggeber eine Fremdüberwachung beauftragen, etwa durch einen qualifizierten Beschichtungsinspektor. Umfang und Annahmekriterien stehen vor der Vergabe in der Spezifikation. Ob der Zustand angenommen wird, entscheiden Auftraggeber, Hersteller und gegebenenfalls eine prüfende Stelle.
Der Inspektionsbericht liefert ihnen Bilder mit Aufnahmeposition. Er bewertet nicht und gibt nicht frei. Wie Normen, Schriften der Unfallversicherung und Verbände zusammenspielen, ordnet die Seite Regelwerk Inspektion ein.
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Wie die Beschichtung klassisch geprüft wird – und was die Drohne beiträgt
Klassisch wird die Beschichtung vor Ort angesehen: auf Gleichmäßigkeit, Farbton, Deckvermögen und Mängel wie Fehlstellen, Blasen oder Läufer. Die Schichtdicke wird mit einem Trockenschichtdickenmessgerät am Bauteil gemessen. Dafür muss jemand an die Fläche heran, und am liegenden Pfahl sitzt der Flansch mehrere Meter hoch. Das ist Arbeit in der Höhe, für jeden Pfahl aufs Neue. Warum die Drohne dafür niemanden an den Flansch hinaufschickt, erklärt die Seite Befahren und Absturz vermeiden.
Die Drohne fliegt an die Auflagefläche heran und nimmt sie Foto für Foto auf, jedes mit der Position, von der aus es entstand. So ist der sichtbare Zustand an jedem Pfahl festgehalten, ohne dass jemand an den Flansch hinauf muss. Die Aufnahme dauert Stunden statt Tage oder Wochen, und mehrere Pfähle lassen sich in einer Inspektion zusammenfassen.
Eine Schichtdicke misst die Kamera nicht. Wo ein Messwert gebraucht wird, misst jemand am Bauteil, gezielt an den Stellen, die die Aufnahmen zeigen.
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Wie instand gesetzt wird – und wann die Auflagefläche zugänglich ist
Weicht die Beschichtung von der Spezifikation ab, wird ausgebessert oder teilweise erneuert. Vorher wird der vorhandene Korrosionsschutz geprüft und bewertet, etwa auf Schäden, Schichtdicke und Haftung. Zerstörende Prüfungen am Bauteil sind nur bei begründetem Anlass vorgesehen, danach wird der Korrosionsschutz wiederhergestellt.
Für die Auflagefläche zählt der Zeitpunkt: Solange der Pfahl auf dem Lagerplatz liegt, ist sie frei zugänglich. Sitzt das Übergangsstück darauf, liegt sie in der Verbindung.
Die Bilder zeigen, an welchem Pfahl und an welcher Stelle nachgearbeitet werden soll. So kennt die Fachfirma für den Korrosionsschutz ihren Arbeitsumfang, bevor sie auf den Lagerplatz kommt. Wie Beschichter und andere Fachfirmen die Aufnahmen nutzen, steht unter Industriedienstleister. Nach der Ausbesserung lässt sich derselbe Flansch erneut aufnehmen.
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